Gerhart Hauptmann

- Der Namensgeber unserer Schule


"Eine Sache gewinnt oder verliert, durch den Mann, der sich für sie einsetzt, auch ein Gedanke und eine Meinung."

                                                                                                  - Gerhart Hauptmann

Gerhart Hauptmann wurde am 15. November 1862 als Sohn eines Gastwirtes in Bad Salzbrunn im Sudetenland im Riesengebirge (heutiges Polen) geboren.

 

Lange Zeit wusste der junge Gerhart Hauptmann nicht, was er werden sollte. Nach dem Besuch der Realschule in Breslau, wurde er zunächst Landwirtschaftsschüler und studierte anschließend Bildhauerei. Er unternahm zahlreiche Reisen innerhalb Europas und richtete sich in Rom eine Bildhauerwerkstatt ein.


Doch es zog ihn wieder nach Deutschland und so gelangte er über Dresden nach Berlin. Dort widmete er sich fortan der Dichtkunst. In seinen frühen Werken findet man viel Geheimnisvolles, Romantisches und Traumhaftes. Dies ist zurückzuführen auf seine weiten Naturwanderungen und der Annahme, darin in geheimnisvoller Wiese das "göttliche Walten" zu erkennen. Dennoch verlor Hauptmann das soziale Elend seiner Zeit nicht aus den Augen.

 

Durch die Industrialisierung, während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, waren zahllose Menschen in wirtschaftliche Not geraten. Als erster Schriftsteller stellte Hauptmann in zahlreichen Dramen diese krasse Wirklichkeit dar. Daher nennt man ihn auch den Begründer und größten Dichter des Naturalismus in der deutschen Literatur.

 

Besonders bekannt wurden seine Schauspiele "Der Weber" (1892), "Rose Bernd" (1903) und "Die Ratten" (1911). 

Sein Gesamtwerk umfasst 30 Bühnenstücke, sieben Romane und acht Erzählungen.

Im Jahr 1912 wurde Gerhart Hauptmann der Nobelpreis für Literatur verliehen. Da er sich auch in Russland und Polen einen großen Namen verschafft hatte, durfte er Ende des Krieges in seiner Heimat bleiben und musste nicht, wie die meisten seiner Landsleute, nach Westen fliehen. Am 6. Juni 1946 starb Gerhart Hauptmann mit 84 Jahren bei Agentendorf im Riesengebirge. 

 

Um Gerhart Hauptmann zu ehren und an ihn zu erinnern, setzen sich heimatvertriebene Sudetendeutsche 1963 dafür ein, der neuen "Schule im Grund" seinen Namen zu geben.